Liebe Leserinnen und Leser!
Bitte werfen Sie einen Blick in unseren Schaukasten bei der Bushaltestelle in Herpersdorf. Denn dieser wurde bereits 2 Mal abends unberechtigt geöffnet. Sollte er offen sein, verständigen Sie uns bitte. Die Telefonnummer der Vorstandschaft steht im Schaukasten.
Inzwischen haben wir auf unsere Fragen von den Referenten und Sachbearbeitern der Stadtverwaltung die Antworten bekommen:
1. Gut Königshof
Durch Zufall haben wir erfahren, dass das Gut Königshof vor circa einem Jahr von der Stadt Nürnberg erworben wurde. Zwischenzeitlich liegt uns auch die Presseinformation der Stadt Nürnberg vom 20.11.2024 vor.
Die darin genannten Ausführungen sind natürlich erfreulich, nachdem bisher immer mit Hinweis auf Probleme mit der Eigentümergemeinschaft notwendige Maßnahmen weitestgehend verhindert worden waren. Uns ist allerdings auch zu Ohren gekommen, dass Gerüchte zum Verkauf der Gebäude im Gange sind.
Nachdem uns und unseren Bürgern der Königshof sehr am Herzen liegt, möchten wir gerne wissen, wie der Stand hierzu ist und welche Absichten zur Nutzung der Gebäude bekannt sind. Außerdem interessiert uns natürlich, welche Auflagen mit dem Erwerb der Gebäude verbunden sind.
Antwort: Die auf dem Areal Gut Königshof gelegene, leerstehende denkmalgeschützte Hofstelle (Fl.Nr. 640, 641/2 und 641 tlw., jeweils Gemarkung Worzeldorf) befindet sich in einem nicht nutzbaren Bauzustand. Aktuell ist sie notgesichert und verursacht laufende Kosten. Ob die Hofstelle für städtische Bedarfe herangezogen werden kann, wird derzeit abgeklärt. Sollten keine städtischen Bedarfe identifiziert werden, wird eine Vermarktung des Grundstücks im Erbbaurecht angestrebt, was der Stadt Nürnberg langfristig die Steuerungsmöglichkeit sichert. Die aufstehenden Gebäude würden in das Eigentum des Erbbaurechtnehmers übergehen. Das Jahr 2026 wird hier Klarheit bringen.
2. Fahrrad-Service-Station
Diese Reparaturstellen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, wie man bei ausgedehnten Radtouren feststellen kann. Auch im Großraum Nürnberg kann man bereits einige finden. Wir vermissen allerdings eine Station in unserer Region. Speziell der Alte Kanal mit seinen tollen Uferwegen wird von Radfahrern zu fast jeder Jahreszeit stark frequentiert. Als idealer Standort bietet sich unseres Erachtens der Platz der ehemaligen Abfallsammelstelle beim Worzeldorfer Kreisel an. Wir hätten daher gerne gewusst, ob die Bereitschaft dazu besteht, dort eine entsprechende Station einzurichten.
Antwort: Die Stadt Nürnberg hat in früheren Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit einer Radservicestation am Hauptmarkt gemacht. Das Werkzeug wurde häufig gestohlen oder zerstört. Nach mehrmaligem Wiederherstellen der Station wurde beschlossen, diese zurückzubauen. Rückmeldungen aus anderen Kommunen bestätigen, dass Vandalismus weiterhin ein großes Problem ist, die Fahrradpumpen reparaturanfällig sind und die Ersatzteilbeschaffung hohe Kosten verursacht. Kosten und Betreuungsaufwand stehen für die Stadt Nürnberg in keinem Verhältnis zum geringen Nutzen. Vor diesem Hintergrund plant die Stadt Nürnberg keine Errichtung von Servicestationen.
3. Trampelpfad am östlichen Ende der Propsteistraße in Pillenreuth
Hierzu haben wir bereits bei der Bürgervereinsrunde am 1. Juli 2025 angefragt. Uns wurde unter anderem Folgendes mitgeteilt:
Es wurde beauflagt, dass die grundsätzliche Zugänglichkeit der Fläche spätestens ab Oktober wieder gegeben sein muss (Ende der Aufwuchszeit). Sollte dies nicht erfolgen, nehmen wir gerne diesbezügliche Hinweise auf. Überdies wurde dem Eigentümer empfohlen, eine zielführende Wegführung anzubieten, da zu erwarten ist, dass sich durch das gewohnte Verhalten der Bevölkerung ohnehin wieder ein Weg etablieren wird.
Mit Stand 1. Oktober 2025 kann dazu festgestellt werden: Der nördliche Zugang wurde durch Aufschüttung von matschiger Erde vom benachbarten Privatgrundstück erschwert.
Von drei Sperrungen durch massive Baumstämme stehen immer noch zwei, sodass die grundsätzliche Zugänglichkeit nicht gegeben ist.
Stattdessen wurden von der östlich gelegenen Pufferzone neben der Pferdekoppel die Absperrbänder teilweise entfernt, wodurch die Fußgänger offensichtlich durch diese Zone direkt neben den grasenden Pferden laufen sollen. Das ist für uns keine zielführende Wegführung.
Wir hätten gerne gewusst, was die Stadt gegen dieses willkürliche Handeln des Eigentümers zu unternehmen gedenkt.
Antwort: Aus Sicht des Umweltamtes lag ab dem 01.10.2025 keine unzulässige Wegsperrung im Sinne des Art. 33 BayNatSchG vor.
Bei einer Ortseinsicht am 06.11.2025 wurde die aktuelle Situation erneut überprüft und dokumentiert, insbesondere im Hinblick auf die anstehende AGBV-Runde am 18.11.2025.
Die Wegführung wurde, wie im Erlaubnisbescheid vom 16.04.2025 empfohlen, an der Blühfläche entlanggeführt und verläuft parallel zur Fläche für die Grünlanderneuerung. Anhand der ausgetretenen Spuren am Boden ist ersichtlich, dass diese geänderte Wegführung bereits genutzt wird. Der Weg ermöglicht weiterhin einen Zugang zur freien Natur sowie zum südlich gelegenen Eichenwaldgraben.
Eine Aufschüttung von matschiger Erde konnte nicht festgestellt werden. Der Zugang von der Propsteistraße ist gewährleistet.
Die Sperrungen durch zwei Eichenstämme sind nach wie vor vorhanden. Zudem befindet sich entlang der Blühfläche ein Koppelzaun, der die Fläche deutlich abgrenzt. Diese Sperren schließen den Zugang zur freien Natur nicht aus. Die Stämme dienen vielmehr als optische Markierung für die geänderte Wegführung und deuten darauf hin, dass die Blühwiese dauerhaft erhalten bleiben soll.
Das Umweltamt sieht jedoch Nachbesserungsbedarf, insbesondere hinsichtlich des Koppelzauns, und wird in diesem Zusammenhang den Kontakt mit dem Eigentümer der landwirtschaftlichen Fläche suchen, um einen noch freieren Zugang zur Natur zu ermöglichen.
4. Städtischer Kindergarten in Pillenreuth
Seit circa 1 Jahr steht auf der östlichen Seite des Gebäudes, wo eigentlich eine Feuertreppe vorgesehen ist, ein behelfsmäßiges Gerüst, das allerdings im Notfall durchaus begehbar ist.
Im Obergeschoss müssten die Kinder bei Gefahr irgendwie durch das höher gelegene Fenster klettern, um auf das Gerüst zu kommen.
Wir bitten um Mitteilung, wie die weiteren Pläne diesbezüglich sind und wann mit einer voll funktionsfähigen Feuertreppe zu rechnen sein wird.
Antwort: Seitens des Bürgeramtes Süd als hausverwaltende Dienststelle für die Kindertageseinrichtung wird wie folgt Stellung genommen:
Auf Anmahnen der Feuerwehr musste für einen Gruppenraum im 1. OG ein zweiter Flucht- und Rettungsweg geschaffen werden. Ohne diesen zweiten Flucht- und Rettungsweg hätte der für die pädagogische Arbeit in dem Kindergarten und demzufolge auch für die Kinder sehr bedeutende Raum geschlossen werden müssen. Als Zwischenlösung konnten das Hochbauamt und das Bürgeramt Süd daher mit der Errichtung eines provisorischen Treppenturms kurzfristig dem Erfordernis eines zweiten Flucht- und Rettungsweges gerecht werden und die Schließung des Raumes verhindern.
Die endgültige Errichtung des neuen Treppenturms am Kindergarten Pillenreuth, die mit erheblichen Kosten verbunden ist, hat bei uns eine hohe Priorität und ist, auch im Hinblick auf die Notwendigkeit baulicher Maßnahmen an anderen städtischen Gebäuden, für das Jahr 2027 vorgesehen.
Flutmulde an der Radmeisterstraße
Die Pflanzaktion war ein voller Erfolg. Ca. 30 Bürger waren daran beteiligt. Unter fachkundiger Leitung wurden 2 Bäume, zahlreiche Sträucher und noch mehr Stauden gepflanzt. Lassen wir uns überraschen, ob alles gut anwächst. Inzwischen wurde auch der Untergrund für zwei Bänke befestigt.
Am Neuen Kanal haben wir einen Apfelbaum gepflanzt. Ein kleiner Beitrag zur Verschönerung unserer Region. Wir werden mit Interesse verfolgen, wie er sich entwickelt und wann er die ersten Früchte trägt.

In den letzten Wochen hatten wir Gelegenheit, mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU, Andreas Krieglstein, und dem OB-Kandidaten der SPD, Nasser Ahmed, über Themen aus unseren Ortsteilen zu sprechen. Über positive Rückmeldungen zu unseren derzeitigen Aufgaben würden wir uns freuen.
Von unserem aktuellen Bildband „Ehemalige Landgemeinde Worzeldorf“ mit informativen Texten und tollen Bildern zu unseren Ortsteilen Herpersdorf, Gaulnhofen, Königshof, Pillenreuth, Weiherhaus und Worzeldorf sind noch einige Exemplare vorhanden. Wer sich für die abwechslungsreiche Historie unserer Region interessiert und/oder noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht, der liegt damit genau richtig. Das Buch kann bei Dietrich Dieckhoff, Stockweiherstr. 48 in Pillenreuth (Tel. 0911/8888698), und im Kleinen Laden, Marpergerstr. 16a, zum Preis von 23,00 Euro erworben werden.
Der Bürgerverein wünscht allen Bürgern einen schönen Advent, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
