Monatsbericht Februar 2016

Liebe Leserin­nen und Leser,

das beherrschende The­ma dürfte derzeit der ehe­ma­lige „Schwarze Adler“ in Worzel­dorf sein. Weniger das Gebäude selb­st, das aber durch die jet­zige Nutzung weit­er­hin als – Her­berge – erhal­ten bleibt, als viel mehr die neuen Bewohn­er. Bei der Infover­anstal­tung am 28.01.2016 in der Aula der Max-Beck­mann-Grund­schule wurde durch den Leit­er des Sozialamtes Dieter Maly und ein­er Vertreterin vom BRK, der bish­erige Stand der Dinge aufgezeigt. Die Ini­tia­tive zu dieser Ver­anstal­tung ging vom Bürg­ervere­in Worzel­dorf und dem SPD-Ortsvere­in Worzel­dorf aus. Her­rn Dieter Maly ist zu ver­danken, dass die Ver­anstal­tung zeit­nah, nach dem Bekan­ntwer­den der neuen Ver­wen­dung des „Schwarzen Adler“ durch Asy­lanten, erfol­gen kon­nte. Durch die zahlre­ichen Besuch­er, die die Aula der Schule nicht aufzunehmen ver­mochte, ist großes Inter­esse an dem The­ma sig­nal­isiert wor­den. Die hiesi­gen Vere­ine und Organ­i­sa­tio­nen, sowie eine erfreuliche Anzahl von Bürg­erin­nen und Bürg­ern die sich frei­willig als Helfer zur Ver­fü­gung stell­ten, zeigten sich ein­heitlich sol­i­darisch beim Umgang mit den geplanten 43 Asyl­be­wer­bern. Selb­stver­ständlich gab es auch kri­tis­che Stim­men.

Wir wer­den ver­suchen, diesen Men­schen den Aufen­thalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestal­ten. Den Ver­lust ihrer Heimat wer­den sie zwar nicht so schnell ver­schmerzen, aber immer­hin sind sie vor Krieg und Ter­ror sich­er. Wir ver­suchen, ein guter Gast­ge­ber zu sein.

Podium
Auf dem Podi­um (von rechts): Dieter Gold­mann, SPD-Worzel­dorf, Diet­rich Dieck­hoff, Bürg­ervere­in Nürn­berg-Worzel­dorf e.V., daneben (verdeckt) Han­na Schröter, BRK Bere­ich­sleitung Flüchtlings­ber­atung, Dieter Maly, Leit­er des Sozialamtes, Jür­gen Kuf­fer von der Polizei. Die Fotos hat Thomas Karl gemacht.

Bei der Ver­anstal­tung hat sich wieder ein­mal gezeigt, dass es keine geeignete Örtlichkeit in unseren Ort­steilen gibt, die eine der­art große Besucher­menge aufnehmen kann. Unser Wun­sch und unsere Forderung nach einem ordentlichen Ver­anstal­tungssaal an die Stadt Nürn­berg haben ihre Berech­ti­gung.

Dem Kinder­garten Cor­pus Christi haben wir für die geplante Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte eine Spende über 250,– Euro zukom­men lassen. Darüber hin­aus unter­stützen wir die Finanzierung der Bau­maß­nah­men mit einem Dar­lehen über 2.500,– Euro. Unsere Kinder sind es uns wert.

Es hat also doch noch im Jahre 2015 geklappt. Inzwis­chen ist der Getränke­markt neben dem „Egerer“ schon platt. Der Abriss geht zügig voran. Wenn es denn auch mit dem Neubau des REWE- Mark­tes so startet, haben wir Hoff­nung, noch in diesem Jahr dort einkaufen zu kön­nen.

Bänke am Alten Kanal und in Pil­len­reuth.
Inzwis­chen gab es Gespräche mit dem Wasser­wirtschaft­samt. Dieses Amt schob den Schwarzen Peter, also die Zuständigkeit für die Geh- und Rad­wege, wieder an Sör zurück. Wir drehen uns im Kreis, aber näh­ern uns dem Zen­trum. Wie von Sör zu erfahren war, ste­hen dort derzeit einige Bänke zur weit­eren Ver­wen­dung bere­it. Im inneren Stadt­bere­ich sollen die Bänke ein­heitlich aus­ges­tat­tet wer­den. Die vorhan­de­nen kön­nen deshalb abge­baut und in den Rand­bezirken aufgestellt wer­den. Davon wollen wir nicht nur am Alten Kanal, son­dern wie von Bürg­ern in Her­pers­dorf und Pil­len­reuth gewün­scht auch dort Bänke auf­stellen lassen. Die Gespräche laufen noch. Herr Kör­ber vom Bürg­er­amt Süd zeigt sich auch hier sehr koop­er­a­tiv. Und auch unser Bürg­er­meis­ter Vogel hat sich noch ein­mal ver­mit­tel­nd eingeschal­tet.

Anfang Jan­u­ar waren die Bürg­ervere­ine vom Bau­ref­er­enten ein­ge­laden wor­den. Es ging um die Fortschrei­bung des Gen­er­alverkehrs­planes der Stadt Nürn­berg. Der Leit­er des Verkehrs­pla­nungsamtes Herr Jülich informierte uns über änderun­gen und Neuerun­gen. Allerd­ings ist festzustellen, dass ohne Moos nix los ist. Außer im West­en, Nord­west­en und Osten der Stadt gibt es fast nichts zu bericht­en. Die Stadt hat für Pla­nun­gen oder Straßen­neubaut­en kein Geld. Herr Jülich hat unmissver­ständlich klar gemacht, dass die Stadt im Süden nur auf den Aus­bau des öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr set­zt. Auf unsere Nach­frage, wann und wie mit einem effek­tiv­en Anschluss der südlichen Vororte an die Kern­stadt zu rech­nen ist, beka­men wir die Antwort, „dass neue Straßen nach­weis­lich nicht zu ein­er Ent­las­tung der beste­hen­den Straßen führen wür­den“. Auf den Aus­bau der beste­hen­den Straßen ging er gar nicht erst ein. Im uns vor­liegen­den Prospekt der Infover­anstal­tung geht her­vor, dass es im ganzen Stadt­ge­bi­et nur 3 Pla­nun­gen für neue oder umge­baute Straßen gibt. Anson­sten beschränken sich die Verkehrs­plan­er auf die Ein­führung von weit­eren Tem­po 30-Zonen bzw. -Streck­en. Auch hier trifft es nicht mehr den Nürn­berg­er Süden.  Mit ein­er Aus­nahme. Die Kempten­er Straße wird von ein­er Kreis­straße zu ein­er Wohnge­bi­etsstraße herun­tergestuft, anstatt sie zu begr­a­di­gen und für den gle­ichzeit­i­gen Gegen­verkehr in entsprechen­der Bre­ite mit Geh-und Rad­weg auszubauen.  Mit der Herun­ter­stu­fung wäre es damit möglich, im Bere­ich von Gaulnhofen die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begren­zen.  Auch gegen diese Idee sind wir. Es gibt Straßen, da wäre es zweck­mäßiger und vor allem sicher­er, wenn die Geschwindigkeit herab geset­zt wäre.

Auf die Tem­po 30 Regelung im Marth­weg ange­sprochen, musste Herr Jülich ein­räu­men, dass dies zu Lärm­schutzz­weck­en gar nicht möglich gewe­sen ist. Ein klar­er Fehlgriff unser­er „Verkehr­sex­perten“. Mit der Aufhe­bung der Geschwindigkeits­beschränkung ist dem­nächst zu rech­nen.

Auf Wun­sch einiger Bürg­er wer­den wir ab Feb­ru­ar eine Sprech­stunde ein­führen, in der Kri­tik, Anre­gun­gen und Vorschläge mit Vertretern des Vor­stands disku­tiert wer­den kön­nen. Diese Sprech­stunde find­et an jedem 2. Mittwoch im Monat im „Kleinen Laden““ in der Marperg­er­straße 16 a statt. Wir hof­fen, dass viele Bürg­er diese Möglichkeit nutzen, um auch selb­st etwas zur Verbesserung unser­er Region beizu­tra­gen. Die Sprech­stunde find­et jew­eils von 10 – 11 Uhr statt.

Für alle, die keine Zeit am Vor­mit­tag haben, ste­ht das Inter­net für Anre­gun­gen und Fra­gen offen. Wer gerne das per­sön­liche Gespräch sucht, kann aber auch unter
0911/8888698 den 1. Vor­sitzen­den Diet­rich Dieck­hoff und unter
0911/883080 mich erre­ichen.

Eine schöne Zeit wün­scht

20.01.2016: EILMELDUNG Informationsveranstaltung am 28.1., 18:00 Uhr, Max-Beckmann-Grundschule

Asylsuchende in Worzeldorf

 

18.01.2016: EILMELDUNG Antwort der Stadt Nürnberg an den Bürgerverein

Thorsten.Bach@stadt.nuernberg.de schrieb:

Sehr geehrter Herr Dieck­hoff,

vie­len Dank für Ihre Rück­mel­dung. Auch ich habe bere­its mit Per­so­n­en aus Worzel­dorf gesprochen bzw. geschrieben.

Ich hat­te mit­tler­weile auch Kon­takt zu Her­rn Gold­mann (Vor­sitzen­der SPD-Worzel­dorf).

Er machte den Vorschlag sich mit Ihnen, den Kirchen und der CSU zusam­men­zuset­zen und eine entsprechende Infover­anstal­tung mit zu unter­stützen. Als Ter­min haben wir den 28.01. um 18:00 Uhr ins Auge gefasst. An diesem Ter­min würde Herr D. Maly, eine Vertre­tung des BRK (Sozial­be­treu­ung der Ein­rich­tung), Polizei sowie der Betreiber für Fra­gen zur Ver­fü­gung ste­hen.

Nun zu Ihren Fra­gen:

–          Es ist Platz für 43 Per­so­n­en, wir pla­nen Fam­i­lien und Paare unterzubrin­gen. Die genaue Zusam­menset­zung ergibt sich daraus, welche Per­so­n­en wir aus unseren Not-Gemein­schaft­sun­terkün­ften verteilen dort warten aktuell  1500 Men­schen.
–          Wir wür­den nach der Infover­anstal­tung zeit­nah bele­gen, d.h. in der ersten Feb­ru­ar­woche.
–          Für das obere Stock­w­erk bedarf es kein­er Nutzungsän­derung, da es sich bere­its um Wohn­raum bzw. Beherber­gungsz­im­mer han­delt, für das untere Stock­w­erk wird eine Nutzungsän­derung ein­gere­icht. Ein Brand­schutzgutacht­en sowie ein Sta­tikgutacht­en hat der Betreiber erstellen lassen – bei­de stufen die Nutzung als unbe­den­klich ein.
–          Nach­dem die Leute angekom­men sind bzw. man sie erst mal angekom­men hat lassen, bedür­fen sie natür­lich ein­er Ori­en­tierung im Ort (Einkauf­s­möglichkeit­en, Freizeit­möglichkeit­en etc.), sicher­lich sind auch Fahrräder inter­es­sant. Grund­sät­zlich wird es hil­fre­ich sein den neuen Nach­barn auch die Möglichkeit zur Inte­gra­tion zu geben, d.h. Ein­laden in Vere­ine, Feste etc. 

Bei weit­eren Fra­gen ste­he ich Ihnen gerne zur Ver­fü­gung. Vielle­icht kön­nten Sie das Gespräch mit Her­rn Gold­mann suchen.

Mit fre­undlichen Grüßen

Thorsten Bach

Stadt Nürn­berg
Amt für Exis­ten­zsicherung und soziale Inte­gra­tion – Sozialamt
Fach­stelle für Flüchtlinge
Kirchen­weg 56, Raum 211
90419 Nürn­berg

 

18.01.2016 EILMELDUNG Antwort des Bürgervereins an die Stadt Nürnberg

Von: Ingrid Dieck­hoff [mailto:idieckhoff@web.de] Gesendet: Mon­tag, 18. Jan­u­ar 2016 14:08

An: Bach, Thorsten
Betr­e­ff: Asy­lun­ter­bringung in Worzel­dorf 

Sehr geehrter Herr Bach,

vie­len Dank für Ihre Infor­ma­tion vom 12.01.2016.

Wie Sie sich vorstellen kön­nen, waren einige Per­so­n­en in der Nach­barschaft des betr­e­f­fend­en Gebäudes bere­its vor­ab gerüchteweise über die geplante Asy­lun­ter­bringung informiert. Wir haben bere­its einige, wie üblich besorgte, Anrufe hierzu erhal­ten.

Dies war Anlass genug, bei unser­er Stadt­teilar­beit­skreis-Sitzung (Vertreter der Bürg­ervere­ine Korn­burg und Worzel­dorf, der Kirchen, einiger sozialer Ein­rich­tun­gen, Stad­trat Dix und der Polizei) in der ver­gan­genen Woche dieses The­ma in den Mit­telpunkt zu set­zen.

Wir waren uns einig, dass wir das geplante Vorhaben abso­lut pos­i­tiv ange­hen wollen und uns nach Möglichkeit auch direkt mit ein­brin­gen möcht­en. Dazu benöti­gen wir allerd­ings schnell­st­möglich weit­ere Infor­ma­tio­nen:

– Wie sieht der unterzubrin­gende Per­so­n­enkreis aus (Anzahl Erwach­sene, Anzahl und Alter der Kinder)?
– Wie ist der genaue Zeit­plan für dieses Vorhaben?
– Kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass der erforder­liche Bauantrag bere­its genehmigt ist?
– Was kön­nen wir als Bürg­ervere­in zusam­men mit den anderen Insti­tu­tio­nen in unser­er Region zusät­zlich zur Betreu­ung    durch das BRK an Leis­tun­gen erbrin­gen? Wie ist hier­bei vorzuge­hen und was ist zu beacht­en? 

Um die unver­mei­d­baren Unsicher­heit­en bei eini­gen Bürg­ern zu beseit­i­gen, hal­ten wir eine Infor­ma­tionsver­anstal­tung seit­ens der Stadt für drin­gend erforder­lich – und zwar kurzfristig! Ist so etwas bere­its geplant? Wir ver­weisen hierzu auf den let­zten Absatz des als Anhang beige­fügten Zeitungsar­tikels. Als geeignete Räum­lichkeit schla­gen wir die Turn­halle der Beck­mannschule vor (bere­its für Bürg­erver­samm­lun­gen ver­wen­det), die Sie auf dem kurzen Dienst­weg ja leicht anmi­eten kön­nen soll­ten – andere Räum­lichkeit­en ste­hen im Ort­steil derzeit wegen Bau­maß­nah­men in bei­den Kirchen nicht zur Ver­fü­gung.

Wir erwarten mit Inter­esse Ihre Antwort und verbleiben zunächst
mit fre­undlichem Gruß

Diet­rich Dieck­hoff
1.Vorsitzender
Bürg­ervere­in Nürn­berg-Worzel­dorf e.V.

13.01.2016: EILMELDUNG Schreiben der Stadt Nürnberg zum Thema Asylunterbringung in Worzeldorf

Liebe Leserin­nen und Leser,

vor eini­gen Tagen erhielt Herr Diet­rich Dieck­hoff, der Vor­sitzende des Bürg­ervere­ins Nürn­berg-Worzel­dorf e.V., von Thorsten.Bach@stadt.nuernberg.de das fol­gende Schreiben zur Ken­nt­nis­nahme.

„Sehr geehrter Herr Dieck­hoff,

hier­mit wollte ich Sie informieren, dass die Stadt Nürn­berg eine Asy­lun­ter­bringung im Objekt Worzel­dor­fer Haupt­str. 15 plant. Das Objekt wird durch einen pri­vat­en Betreiber in Stand geset­zt und im laufend­en Betrieb betreut. Das Objekt wird eine Kapaz­ität von 43 Per­so­n­en haben. Geplant ist hier Fam­i­lien einzuquartieren. Die Sozial­be­treu­ung wird durch das BRK über­nom­men. Mit ein­er Bele­gung der Ein­rich­tung ist Ende Januar/Anfang Feb­ru­ar 2016 zu rech­nen.

Bei Fra­gen ste­hen wir Ihnen gerne zur Ver­fü­gung.

Mit fre­undlichen Grüßen

Thorsten Bach

Stadt Nürn­berg
Amt für Exis­ten­zsicherung und soziale Inte­gra­tion – Sozialamt
Fach­stelle für Flüchtlinge
Kirchen­weg 56, Raum 211
90419 Nürn­berg“

12.01.2016: Bauvorhaben REWE in Herpersdorf. Es ist soweit! (Fotos: Dieckmann)

Gasthof EGERER