Monatsbericht März 2018

Liebe Leserin­nen und Leser,

unser erstes Tre­f­fen mit den benach­barten Bürg­ervere­inen Korn­burg, Katzwang, Reichels­dorf-Mühlhof und Sied­lun­gen-Süd war kon­struk­tiv. Ein­ge­laden hat­te der BV Korn­burg. Nach der Vorstel­lungsrunde und dem ersten Beschnup­pern, ging es tatkräftig zu den Sachthe­men. Deren gibt es einige, welche gemein­sam ange­gan­gen wer­den kön­nen und müssen.

Als Titel für diese Ver­anstal­tung, die kün­ftig dreimal jährlich stat­tfind­en soll, wurde der Begriff „G5-Tre­f­fen“ gewählt. Wir ver­weisen hierzu auch auf den geson­derten Textbeitrag des Bürg­ervere­ins Korn­burg in dieser Aus­gabe.

Die Infover­anstal­tung von SÖR am 21. Feb­ru­ar in der Max-Beck­mann-Schule hat nichts Neues zu den Auswirkun­gen der Sper­rung des Marth­weges und weit­er­er Straßen­bau­maß­nah­men ergeben, die im Zeitraum vom 26.03. – 29.04 erfol­gen wer­den. Es bleibt bei den angestrebten Ter­mi­nen und Sper­run­gen.

Aber die VAG hat sich bewegt. Es gibt eine neue Buslin­ie. Die Lin­ie 53 verkehrt während der Bauzeit von Mon­tag bis Fre­itag im 20 Minuten Takt von Korn­burg-Schleife bis zur U-Bahn Bauern­feind­straße. Sie braucht dafür 16 Minuten und hält unter­wegs nur 5 Mal. Aus Worzel­dor­fer Sicht kann in der Worzel­dor­fer Haupt­straße (Nor­ma) vom 51er anschlussgün­stig umgestiegen wer­den. Bei der VAG hält man von dieser Lin­ie nicht viel, Sie kam erst am Ende der Ver­anstal­tung richtig zur Sprache. Vorher wurde uns erk­lärt, dass der Bus auch in der Münch­en­er Straße im Stau ste­hen würde und der Fußweg von der Hal­testelle Bauern­feind Str. (in der Münch­en­er Str. stadtein­wärts) noch 200 Meter bis zur U-Bahn betra­gen würde. Dafür müssten noch ein­mal 5 Minuten Fußweg ein­gerech­net wer­den. Alles in allem sollte die Verbindung über Julius-Loß­mann-Straße doch zeitlich kürz­er sein. Das zweifeln wir an. Wir hof­fen, dass diese Buslin­ie groß ein­schla­gen wird, denn dann ist die Argu­men­ta­tion zur späteren Fort­führung in das „neue Netz Süd“, das ange­blich schon in Pla­nung ist, schw­er­wiegen­der. Zumin­d­est die Korn­burg­er haben einen zeitlichen Vorteil durch diese Lin­ie.

In der Ver­anstal­tung zeigte sich deut­lich, dass die Fehler bei der Verkehrs (Spar-) poli­tik der ver­gan­genen Jahre nun zurückschla­gen. Alte Forderun­gen nach einem inno­v­a­tiv­en Verkehrskonzept für den Nürn­berg­er Süden, wird der Bürg­ervere­in wieder aufnehmen.

Mit der Totalsper­rung des Marth­weges macht­en sich offen­sichtlich die Vertreter von SÖR und VAG keine großen Sor­gen. Sie nehmen es als gegeben und unver­mei­d­bar hin. Wir sind halt nur Stadtrandgebi­et.

Wir dage­gen sagen: Die Straßen aus dem Süden ins Zen­trum von Nürn­berg sind dauer­haft über­lastet und brauchen drin­gend eine Erweiterung. Dies hätte schon in der Ver­gan­gen­heit angestrebt wer­den müssen. Eine von den drei möglichen Nord-Süd-Verbindun­gen für 4 – 5 Wochen zu kap­pen, bedeutet für die anderen bei­den verbliebe­nen den Kol­laps. Zumin­d­est in den Hauptverkehrszeit­en. Das beliebteste und bei weit­em über­wiegende Mobil­itätsmit­tel, der PKW, wird dadurch wie­der­mal zum Buh­mann abgestem­pelt. Aber auch die Attrak­tiv­ität des Busses reduziert sich bis zum Sch­neck­en­tem­po. Viele wer­den auf die Stadt und die VAG schimpfen, wenn sie im Stau ste­hen und zu spät zur Arbeit oder Schule kom­men. Unsere Volksvertreter haben die Aut­o­fahrer in den let­zten Jahren auf diesem Gebi­et im Stich gelassen. Sind nicht die Aut­o­fahrer die Haupt­fi­nanzier­er des Steuer­aufkom­mens? Aber Lob­by haben sie offen­sichtlich keine! Wed­er Straßen noch Park­plätze entste­hen neu. Nein das Gegen­teil ist häu­fig der Fall. Bus­bucht­en wer­den auf die Fahrbahn gelegt und der Abgasausstoß noch befördert. Mehrspurige Straßen wer­den reduziert, um kün­stliche Stau­un­gen zu erzeu­gen. Ampel­s­teuerun­gen zu Gun­sten von teuren Straßen­bah­nen verän­dert und dem Indi­vid­u­alverkehr dadurch zum Still­stand ver­holfen. Aber auch der Fahrrad­verkehr lei­det in Nürn­berg Qualen. Die Verkehrsin­fra­struk­tur, nicht nur in Nürn­berg, ist in Deutsch­land teil­weise katas­trophal. Man hat uns von der Poli­tik vorgegeben, mobil zu sein. Aber auch im Stich gelassen, beim Aus­bau von brauch­baren Verkehr­swe­gen.

Ger­ade taucht wieder die Diskus­sion zur vol­lkomme­nen Freifahrt im ÖPNV auf. Es wurde deut­lich, wie viel Mil­liar­den der Spaß kosten würde und in den näch­sten Jahren, trotz derzeit her­vor­ra­gen­der Steuere­in­nah­men, nicht bezahlt wer­den kann. Armes Deutsch­land! Weit bist du gesunken. Das Dra­ma mit unseren Bun­de­spoli­tik­ern lässt uns auch nur wenige Hoff­nungss­chim­mer.

Im März haben wir noch eine Ver­anstal­tung für unsere Bürg­er vorge­se­hen. Es geht um die Geschichte Deutsch­lands, die sich im 30jährigen Krieg um Nürn­berg zuge­tra­gen hat­te. Das The­ma lautet:

Not und Elend in unser­er Region im 30jährigen Krieg(der jährt sich heuer im Mai zum 400. Mal). Als Ref­er­enten haben wir unser Mit­glied Wil­helm Her­zog gewin­nen kön­nen. Ter­min ist am 05.04.2018 um 19.00 Uhr im Pfarrsaal von Cor­pus Christi. Wir laden alle Inter­essierten recht her­zlich hierzu ein.

Unsere Jahre­shauptver­samm­lung find­et am 26.04.18 statt. Heuer sind wieder Neuwahlen der Vor­stand­schaft an der Rei­he. Außer­dem wer­den wir wieder langjähri­gen Mit­gliedern unsere Ehren­nadel mit Urkunde über­re­ichen. Der Ver­anstal­tung­sort ist in diesem Jahr der Pfarrsaal von Cor­pus Christi. Natür­lich haben wir auch in diesem Jahr wieder einen unter­halt­samen Beitrag vorge­se­hen, der zeitlich vor den Wahlen liegen wird.

So sieht unser Ref­er­ent Herr Leuchauer aus, der als Musik­er und als fränkisch­er Kabaret­tist bekan­nt ist. Er wird uns aus seinem ersten Buch

„GÄIH WEIDER, HOGG DI HER“

vor­lesen. Es behan­delt Nürn­berg­er und fränkische Sprachge­bräuche im All­t­ag. Er kann fränkisches Lebens­ge­fühl ver­mit­teln. Aber nicht – wie man glaubt – mit einem Schalk im Nack­en, nein dieser Mann ist der Schalk selb­st. Es gibt bei ihm da immer wieder Geschicht­en, von denen man nicht so genau weiß, ob sie wahr sind oder nicht. Sind das jet­zt Tat­sachen oder Witze? Wenn`s keine Tat­sachen sind, dann sind sie wenig­stens gut erfun­den, auf jeden Fall aber immer wieder exem­plar­isch für fränkisches Leben und für fränkischen Humor.

Jür­gen Leuchauer ist Mit­glied im Bürg­ervere­in Worzel­dorf und hat sich lange Jahre als Schrift­führer im Vere­in ver­di­ent gemacht und mich als Nach­fol­ger zum Schreiben inspiri­ert. Wir wer­den ihm helfen, einige sein­er Büch­er bei uns loszuw­er­den.

Der Spielplatz am Heck­en­rosen­weg ist nun fer­tiggestellt. Toll ist er gewor­den. Neben neuen Spiel­geräten, gab es auch einen neu gedämpften Unter­grund, der einen Sturz nicht so tragisch wer­den lässt. Der Bürg­ervere­in hat­te sich für die Instand­set­zung dieses Spielplatzes einge­set­zt und Spenden gesam­melt. Allen Spendern noch ein­mal ein her­zlich­es Dankeschön. Die Kinder wer­den Ihren Dank sicher­lich durch viel Spiel­freude zum Aus­druck brin­gen.

Auch wenn uns das Bau­vorhaben „Alte Radrennbahn Reichels­dor­fer Keller“ nur am Rande tang­iert, wollen wir kurz zum aktuellen Stand bericht­en, nach­dem wir, vertreten durch unseren 1.Vorsitzenden, bei den Sitzun­gen des Preis­gerichts für den Ideen­wet­tbe­werb involviert sind.

Am 7. Feb­ru­ar fand vor Ort das sog. Rück­fra­gen-Kol­lo­qui­um statt, bei dem die teil­nehmenden Anbi­eter­büros ihre Fra­gen zu den Aus­lobung­sun­ter­la­gen und dem Pro­jek­tvorhaben stellen kon­nten. Die inter­essierten Architek­tur­büros haben nun einige Wochen Zeit, um sich Gedanken hin­sichtlich der Umset­zung des geplanten Bau­vorhabens zu machen und Ihre Ange­bote und Pläne einzure­ichen.

Im Mai wird dann das Preis­gericht wieder tagen und die vor­liegen­den Ange­bote prüfen und bew­erten. Wir sind ges­pan­nt, wie dieses attrak­tive Gelände kün­ftig bautech­nisch gestal­tet wer­den wird. Zu gegeben­er Zeit wer­den wir über das Ergeb­nis bericht­en.

Fußball und Eishock­ey machen derzeit mehr Spaß als das Wet­ter.

Peter Katschke
1.Schriftführer im Bürg­ervere­in Nürn­berg-Worzel­dorf e.V.

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