Monatsbericht Juli 2014

Liebe Leserin­nen und Leser,

Auf unsere Frage an den Ober­bürg­er­meis­ter beka­men wir von der Stadtver­wal­tung eine Antwort betr­e­f­fend eines Ver­anstal­tungssaal in unseren Ort­steilen.
„Bere­its bei der Bürg­erver­samm­lung vor zwei Jahren hat­te Bürg­er­meis­ter Horst Förther erk­lärt, dass die Stadt keine Notwendigkeit sieht einen Saal zu erricht­en, weil mit dem Neubau des Mehrzweck­saales der Osterkirche ein der­ar­tiger Raum für ca. 100 Per­so­n­en zur Ver­fü­gung ste­hen wird. Darüber hin­aus beste­ht die Möglichkeit für eine größere Anzahl von Per­so­n­en die Schul­turn­halle zu benutzen“.

Diese Antwort ist für uns sehr unbe­friedi­gend, so dass wir weit­ere Anstren­gun­gen unternehmen wer­den.

Eine Antwort der Stadtver­wal­tung beka­men wir auch auf die Frage nach einem Geh-/Rad­weg in der Worzel­dor­fer Haupt­straße zwis­chen An der Radrunde und der Spitzwegstraße.
„Zwis­chen Ein­mün­dung An der Radrunde und Spitzwegstraße (Staatsstraße 2406) ist die Worzel­dor­fer Haupt­straße nur 6 Meter bre­it. Geh- und Rad­wege fehlen. Aus diesem Grund wurde zur Reduzierung der Geschwindigkeit 2012 die Tem­po 30-Zone bis an die Spitzwegstraße erweit­ert.
Danach sind nach ein­schlägi­gen Empfehlun­gen die Sicher­heits­be­lange der Rad­fahrer erfüllt und die Anlage eines Rad­weges oder Rad­streifens wird ent­behrlich.
Für den Aus­bau von Gehwe­gen wür­den neben Ein­grif­f­en in Natur und Land­schaft, auch Ein­griffe in die angren­zen­den pri­vat­en Grund­stücke erforder­lich. Diese Ein­griffe sind nur schw­er durch­set­zbar. Der Pla­nung­sprozess gestal­tet sich daher sehr lang­wierig und der Aus­bau mit Aus­gle­ichs­maß­nah­men und Grun­der­werb wird kosten­in­ten­siv. Aus planer­isch­er Sicht stellt der Bau von Gehwe­gen deshalb keine kurzfristige Lösung dar“.

Wir bleiben dran und wer­den nach­hak­en, ob bere­its Grund­stück­seigen­tümer befragt wur­den. Manch­er ist vielle­icht froh ein Stück seines Grun­des loszuw­er­den und manch­er möchte vielle­icht Sicher­heit haben, bevor er einen neuen Zaun oder Mauer errichtet. Es gibt auch bere­its einen Vorschlag, wo der Geh-/Rad­weg angelegt wer­den kön­nte.

Eben­falls beka­men wir zu dem Punkt Hun­deaus­lauf­flächen ein­schließlich Tüten­spender in Worzeldorf/ Herpersdorf/ Gaulnhofen/ Weiherhaus/ Pil­len­reuth eine Antwort der Stadtver­wal­tung. Hier der Inhalt: „In den Ort­steilen Worzeldorf/ Herpersdorf/ Gaulnhofen/ Weiherhaus/ Pil­len­reuth sind keine Hun­deaus­lauf­zo­nen aus­gewiesen. In den genan­nten Ort­steilen sind keine Tüten­spender des Sör aufgestellt. Tüten­spender wer­den derzeit nicht ein­gerichtet, da diese oft durch Van­dal­is­mus oder nicht zweckbes­timmter Nutzung miss­braucht wer­den und damit für den eigentlichen Zweck nicht zur Ver­fü­gung ste­hen. Hun­de­hal­ter sind verpflichtet eigen­ständig Tüten bei sich zu tra­gen und diese an der näch­sten bzw. sog­ar in der eige­nen Müll­tonne zu entsor­gen.
Tüten­spender wer­den deshalb derzeit – auf Grund­lage eines Beschlusses des Werkauss­chuss­es Sör – nicht ein­gerichtet. Eine Aus­nahme stellen Tüten­spender dar, die von einem Pat­en betreut (d. h. mit Tüten bestückt und auch entleert) wer­den. Im Ort­steil Korn­burg wurde ein Pate gewon­nen und ein Spender instal­liert.“

Sollte so etwas auch bei uns möglich sein? Und wenn ja, wo? Wer würde die Dauer­auf­gabe des Tüten nach­fül­lens und entleeren des Abfall­eimers übernehmen?

Ein Anwohn­er der Sig­mund-Freud-Straße machte uns auf Autor­eifen­spuren an dem Fußweg von der Bushal­testelle Sig­mund-Freud-Straße nach Gaulnhofen aufmerk­sam. Er hat­te fest­gestellt, dass dort Fahrzeuge der Stadtver­wal­tung nicht den reg­ulären Weg über die Schranke in den Bolz­platz nehmen, son­dern eben unberechtigter­weise die Abkürzung über den Gehweg. Wie die Episode mit zuständi­gen städtis­chen Dien­st­stelle aus­ge­gan­gen ist, wurde uns lei­der nicht mehr mit­geteilt.

Der Bürg­ervere­in Nürnberg-Worzeldorf.e.V. ist auch in den USA bekan­nt.
Wir hat­ten Besuch aus Nor­dameri­ka. Über das Inter­net und unsere Home­page war Mr. Albert Paulus aus Stokesdale/North Car­oli­na auf unseren Vere­in aufmerk­sam gewor­den und hat­te uns angeschrieben. Er wollte Worzel­dorf besuchen, um auf den Spuren sein­er Vor­fahren zu wan­deln. „Back to the roots“ wie der Amerikan­er sagt. Mit fachkundi­ger Unter­stützung von Her­rn Pfr. i.R. Hans Bosch, kon­nte ein Großteil des Lebens und Wirkens seines Urgroß­vaters in Worzel­dorf erforscht wer­den. Georg Paulus hat­te im Jahre 1920 ein Haus in Worzel­dorf an der heuti­gen Radrunde gekauft. Zu der Zeit gab es in Worzel­dorf ca. 500 Ein­wohn­er. Er war als pen­sion­iert­er Schiffs­führer wegen seines kranken Vaters nach Worzel­dorf gekom­men. Sein Brud­er arbeit­ete als Inge­nieur in der Ziegelei. Ver­mut­lich auf­grund seines Berufes kam er auch bis Nor­dameri­ka. Bis 1939 pen­delte er mehrfach zwis­chen New Jer­sey und Worzel­dorf hin und her, obwohl er eine Hiesige geheiratet und auch zwei Töchter hier hat­te. Die Amerikan­er set­zen ihn als deutsch und englisch sprechende, ver­trauenswürdi­ge Per­son, am Ende des 2. Weltkrieges als Hil­f­ssh­er­iff in Worzel­dorf ein. Da er für die Sicher­heit im Ort Ver­ant­wor­tung trug, kon­nte er die Beschw­er­den der Worzel­dor­fer Bevölkerung wegen Plün­derun­gen durch Zwangsar­beit­er und freige­lassene Kriegs­ge­fan­gene nicht überge­hen. Er monierte bei der Army, so dass die Lager wieder zuges­per­rt wur­den. Darüber waren zwei pol­nis­che Zwangsar­beit­er sehr verärg­ert. Sie über­stiegen den Zaun des dama­li­gen Lagers im Stein­brüch­lein, stahlen ein Motor­rad, fuhren damit nach Worzel­dorf, läuteten am Haus des Hil­f­ssh­er­iffs und erschossen ihn am 28.05.1945 um 22.45 Uhr. Seine Ehe­frau und die bei­den Töchter kehrten Worzel­dorf den Rück­en und ver­zo­gen in die USA. Fast am 69. Todestag kon­nten wir auch noch eine Ver­wandte von Albert in Worzel­dorf aus­find­ig machen. Frau Ell­rodt war begeis­tert. Sie hat­ten sich lange Zeit nicht mehr gese­hen. Bei­de fie­len sich freudig in die Arme.
Albert Paulus bestätigte uns, dass sein Besuch in Worzel­dorf für ihn sehr erfol­gre­ich war. Adressen wur­den aus­ge­tauscht.

Besuch aus Amerika

Schade dass der Geh- und Rad­weg am Alten Kanal zwis­chen Spitzwegstraße und Kanal­hafen Worzel­dorf immer noch nicht fer­tiggestellt ist. Es gibt so viele Rad­wegkonzepte der Stadt Nürn­berg, so sollte es doch möglich sein, nur eins davon hier umzuset­zen und dieses Stück zweis­purig zeit­nah fer­tig auszubauen.

Am 09.05.2014 fand wieder eine Tur­nus­be­sprechung mit und bei der VAG statt.
The­men waren die Stadt­bahn nach Korn­burg, Park & Ride Park­plätze an der Lin­ie 51 und auch an der Stadt­bahn, Ver­längerung der Lin­ie 52 nach Schwabach, hohes Fahrgas­taufkom­men ab 09.00 Uhr, bed­ingt durch die entsprechende Mobi-Card, schlechte Umsteigemöglichkeit­en von der Lin­ie 51 zur Lin­ie 65 oder 68 und nicht zulet­zt das Warte­häuschen am Marthweg/Propsteistraße. Es gab in allen Punk­ten keine spon­ta­nen Verbesserun­gen für unsere Bürg­er zu ver­melden. Geduld, Geduld und Geld sind gefragt.

Tre­f­fen mit dem CSU Ortsvere­in Worzel­dorf am 13.06.2014. Wir trafen uns mit dem Ortsvor­sitzen­den der CSU Christoph Rau und seinem Begleit­er Oskar Zeller im Sportheim und stell­ten schnell fest, dass wir mit unseren The­men nahe beieinan­der liegen. Daraus kön­nen sich bes­timmt gemein­same Aktio­nen entwick­eln. Ins­beson­dere das näch­ste The­ma liegt auch der CSU am Herzen.
Wir wer­den in der näch­sten Zeit auch mit anderen Parteien und Organ­i­sa­tio­nen aus unseren Ort­steilen das Gespräch suchen.

Straße­naus­baubeitragssatzung . Werkauss­chuss­sitzung für den Ser­vice­be­trieb öffentlich­er Raum am 06.06. im großen Stad­tratssitzungssaal.
Dabei ging es um eine bessere Infor­ma­tion der Bürg­er und vorherge­hende Doku­men­ta­tion des zu erneuern­den Straßen­teils durch Sör. Wie Herr Höfler, Werkleit­er von Sör, erläuterte, gibt es dies­bezüglich keine Prob­leme zwis­chen Sör und dem Bürg­er (aus sein­er Sicht). Von ins­ge­samt 24434 erstell­ten Beschei­den in den let­zten fünf Jahren, gab es ange­blich nur ins­ge­samt 95 Beschei­de ( 0,39 Prozent), welche die Höhe von 10 000 Euro über­stiegen. Aber auch 1201 Beschei­de zwis­chen 1000 und 9999 Euro. Die meis­ten Beschei­de (76,47 %) liegen zwis­chen 10 und 99 Euro. Die Infor­ma­tion und Abstim­mung mit den Grund­stück­seigen­tümern werde auch jet­zt schon betrieben. Es sei unrichtig, dass auch nur e i n Grund­stücks­be­sitzer durch die Kosten­er­he­bung in den Ruin getrieben wurde. Er räumte ein, dass es früher vorgekom­men ist, dass zwis­chen „Verbesserung oder Erneuerung von Ortsstraßen“ und der Rech­nungsstel­lung an die Eigen­tümer, es zu mehrjähri­gen Pausen kam. Dies lag darin, dass erst nach­dem der let­zte Grund­stück­seigen­tümer seine Hau­san­schlüsse bekom­men hat­te, die Deckschicht der Fahrbahn aufge­tra­gen wurde. Erst nach Abschluss dieser let­zten Bau­maß­nahme wurde dann die Rech­nung erstellt. Ange­blich wer­den die Kosten nun voraus­berech­net und den Betr­e­f­fend­en schon früher zuge­sandt.
Aus seinen Erk­lärun­gen ging her­vor, dass es durch Fortschritte bei der Bauaus­führung und neue Richtlin­ien im Bau­recht, immer wieder zu Änderun­gen kommt, die dann in Verbesserun­gen oder Erneuerun­gen von Ortsstraßen ein­fließen müssen. Bei entsprechen­der Gele­gen­heit wer­den diese dann umge­set­zt.
Dass nach 10 – 20 Jahren Ver­fall ein­er Straße neue Vorschriften existieren, kann man unschw­er nachvol­lziehen. Das recht­fer­tigt prak­tisch immer für die Stadtver­wal­tung einen Gebührenbescheid.
Es zeigte sich wieder, dass die Stadtver­wal­tung nicht bere­it ist, die Ungerechtigkeit­en abzustellen. Man ver­wies darauf, dass die Stadt Nürn­berg auf die Ein­nah­men von ca. 2 Mil­lio­nen Euro im Jahr angewiesen sei. Die Stadt würde, sollte sie auf die Ein­nah­men verzicht­en, vom Bezirk Mit­tel­franken, weniger Aus­gle­ich­szahlun­gen bekom­men, wurde erk­lärt.
Bei der Sitzung wurde auch bekan­nt, dass Nürn­berg den höch­sten Gebühren­satz in Bay­ern von seinen Bürg­ern abver­langt.
Der fade Beigeschmack war immer noch spür­bar. Und der muss weg.

Wann waren Sie das let­zte Mal an unserem Schaukas­ten in Her­pers­dorf? Den soll­ten Sie mal sehen!

Fußball, Fußball über­all, ich kann`s schon nicht mehr sehen. Doch gibt es auch bald wieder Eishock­ey. Und neu in Nürn­berg, in der Are­na find­en kün­ftig die Heim­spiele des Hand­ball­clubs HC Erlan­gen in der „stärk­sten Liga der Welt“ (1. Bun­desli­ga) statt. Ab Sep­tem­ber gibt es zu Fußball eine weit­ere qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Alter­na­tive.
Nun wün­sche ich allen einen schö­nen Som­mer, denn die schön­sten Wochen des Jahres ste­hen vor uns.