Monatsbericht Juni 2015

01Liebe Leserin­nen und Leser,

wir hat­ten an den Ober­bürg­er­meis­ter im April die Frage gestellt, ob die Stadt nicht gegen leer­ste­hende, dem Ver­fall preis­gegebene Häuser in unser­er Region, etwas unternehmen könne. Hier die Antwort:
„Die Schand­flecke wie die Ruine des Pil­len­reuther Klöster­le, oder der Königshof (Marth­weg 120), sind zwar bekan­nt, aber eine schnelle Lösung ist nicht möglich. Man ste­he aber mit den Eigen­tümern in Verbindung. Im Fall der Gast­stätte Klöster­le zeich­net sich ein Zwangsver­steigerungsver­fahren ab, so dass in abse­hbar­er Zeit mit der Besei­t­i­gung des Bauschuttes gerech­net wer­den kann.
Die Zukun­ft des Königshofes mit seinen umfan­gre­ichen Län­dereien wird seit län­gerem inner­städtisch disku­tiert und an ein­er Lösung der Prob­lematik inten­siv gear­beit­et. Wegen der kom­plizierten Eigen­tumsver­hält­nisse, den Vor­gaben des Denkmalschutzes und des Land­schaftss­chutzes wer­den die Ver­hand­lun­gen mit den zahlre­ichen Beteiligten jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen“.
Geduld ist eine Tugend, die man ler­nen muss.

Hier ein Teil der Antworten auf unsere Fra­gen zur Bürg­ervere­in­srunde des Ober­bürg­er­meis­ters:
„Beim schmalen Gehweg neben dem Drogeriemarkt Ross­mann han­delt es sich um eine Punk­tuelle Eng­stelle, die sich nur mit einem Ein­griff in Pri­vat­grund oder einem kom­plet­ten Ver­schwenk der Fahrbahn mit Weg­fall von Park­möglichkeit­en auf der Süd­seite beseit­i­gen ließe. Die Ver­wal­tung hält den Aufwand nicht für ver­hält­nis­mäßig.

Von Gaulnhofen nach Katzwang fehlen an der Kempten­er Straße ein Geh- und Rad­weg. Ist dies­bezüglich eine änderung geplant?
„Für die Kempten­er Straße liegen keine aktuellen Aus­bau­pläne vor. Die Real­isierung von Rad- und Gehweg kann somit zur Zeit nicht in Aus­sicht gestellt wer­den. Die Verkehrs­be­las­tung ist rel­a­tiv ger­ing. Die nicht der Stadt Nürn­berg gehören­den Grund­stücke gren­zen direkt an der Straße an. Am Beispiel „An der Radrunde“ sieht man, dass es Jahrzehnte dauern würde, bis ein Weg real­isiert wäre.
Auf Grund der gerin­gen Pri­or­ität im Rad­we­genetz kann die Ver­wal­tung den Aufwand für Pla­nung und Durch­set­zung der Flächenansprüche zur Zeit nicht recht­fer­ti­gen“.

In der Worzel­dor­fer Haupt­straße zur Seck­endorf­s­traße gibt es auf 50 m wed­er Geh- noch Rad­weg in Rich­tung Korn­burg. Fußgänger (auch Schulkinder) müssen auf der unbeleuchteten Fahrbahn laufen. Muss hier erst ein Unfall passieren, bevor etwas unter­nom­men wird?

Die anliegen­den Grund­stücke befind­en sich nicht im Eigen­tum der Stadt.

Entsprechende Ver­hand­lun­gen wür­den sich über Jahre oder sog­ar Jahrzehnte hinziehen, siehe Rad­weg An der Radrunde. Die Straße ist Bestandteil der Tem­po-30-Regelung. Dadurch wurde die Sicher­heit erhöht. Nach­dem eine kurzfristige bauliche Lösung nicht in greif­bar­er Nähe liegt, kön­nten – auch wegen der man­gel­nden sozialen überwachung des im freien Gelände liegen­den Wege­ab­schnitts – nur logis­tis­che Maß­nah­men seit­ens der Schul­ver­wal­tung helfen“.

Warum ist der Gehsteig im Plat­tenäck­er­weg (Neubau eines Wohn- und Geschäft­shaus­es) nicht vorgeschrieben/gebaut wor­den? Der pri­vate Garten­za­un geht nun bis an die Straße. Ein Gehweg ist inzwis­chen nicht mehr vorhan­den. Bei unserem Rundgang mit SöR im ver­gan­genen Jahr, als zumin­d­est noch ein schmaler Gehweg vorhan­den war, haben wir bere­its auf diese Prob­lematik hingewiesen. Soll dieser Zus­tand – auf bei­den Seit­en kein Gehweg – so beste­hen bleiben?
„Das neu gebaute Wohn­haus Plat­tenäck­er­weg 10, ein­schließlich der Einzäu­nung, befind­et sich auf Pri­vat­grund. Bei Ein­re­ichung des Bauantrages für den Neubau des Plat­tenäck­er­weges 10 gab es keinen Bebau­ungs­plan und keinen Straßen­plan. Insofern fehlte jede Rechts­grund­lage für die Forderung ein­er Grund­stücksab­tre­tung für einen Gehweg. Ein durchgängiger Gehweg im Plat­tenäck­er­weg ist wegen der beste­hen­den Grund­stücks­gren­zen und dem damit erforder­lichen Grun­der­werb eher unre­al­is­tisch. Der Plat­tenäck­er­weg dient nur der Erschließung der angren­zen­den Grund­stücke und nicht dem Durch­gangsverkehr. Tem­po 30 ist ange­ord­net. Seit weni­gen Wochen ist der Plat­tenäck­er­weg Ein­bahn­straße und kann nur von Nord nach Süd befahren wer­den“.

Sollen hier Fehler der Ver­wal­tung durch neue Verkehrsze­ichen rev­i­diert wer­den?

Der Frust lässt mich die anderen Antworten auf­schieben. Nur Absagen bauen nicht ger­ade auf.
Die Stadt Nürn­berg lässt uns an der aus­gestreck­ten Hand ver­hungern. Alles was in unseren Ort­steilen in den let­zten 40 Jahren von der Stadt unter­nom­men wurde, sind ein viel zu klein­er Hort und das Jugend­haus. Die neu gebaut­en Straßen und Gehwege haben alle die Anlieger bezahlt. Es wäre an der Zeit, dass unsere Her­ren der Ver­wal­tung und der Poli­tik einige Zuck­er­stückchen für die Worzel­dor­fer ausle­gen. Mich wun­dert nicht, dass es 100 000 Ein­pendler in Nürn­berg gibt und die Stadt damit bun­desweit an 9. Stelle ste­ht. Viel zu viele, die Nürn­berg den Rück­en gekehrt haben. Aber ver­ste­hen kann ich das schon. In Red­nitzhem­bach gibt es gün­stige Bau­grund­stücke, die Straßen sind in Ord­nung und die Pro-Kopf-Ver­schul­dung ist gle­ich null. Dort hat der Bürg­er noch einen Stel­len­wert, nicht nur als Melkkuh.

Wegen der Ein­bahn­straßenbeschilderung im Plat­tenäck­er­weg haben wir den Bürg­er­meis­ter Chris­t­ian Vogel angeschrieben. Die Antwort ste­ht noch aus.

Der Auf­frischungskurs in Erster Hil­fe ist voll belegt. Bitte nicht mehr anmelden.
Lei­der hat sich noch immer kein Christkind gefun­den. Bitte schickt Euere Bewer­bung (mit Bild) an unseren 1. Schatzmeis­ter Wal­ter Dieck­mann unter LHRD-dieckmann@t-online.de oder ruft ihn unter 0911/9988870 an.

Wenig­stens passt das Wet­ter!