Monatsbericht April

Liebe Leserin­nen und Leser,  ein Anwohn­er aus dem Kel­tenring hat uns auf die schlimme Park­si­t­u­a­tion dort in der Spiel­straße (verkehrs­beruhigter Bere­ich) ohne Gehwege aufmerk­sam gemacht. Wir haben uns vor Ort selb­st ein Bild gemacht und mussten fest­stellen, dass diese Straße eigentlich viel zu schmal für große Fahrzeuge, ins­beson­dere auch die von der Feuer­wehr, ist. Hier han­delt es sich unseres Eracht­ens um einen typ­is­chen Pla­nungs- und Baufehler, der nicht so ohne weit­eres rev­i­dier­bar ist. Wir haben auch fest­gestellt, dass fast jedes Haus einen Park­platz oder eine Garage hat. Dies reicht aber heutzu­tage nicht mehr aus, da die meis­ten Haushalte inzwis­chen über zwei und mehr Pkw ver­fü­gen.
Die überzäh­li­gen Fahrzeuge wer­den dann fol­glich auf den weni­gen aus­gewiese­nen Plätzen geparkt, die eigentlich für Besuch­er vorge­se­hen sind, oder an nicht markierten Bere­ichen ver­botswidrig abgestellt. Wir haben auf diese Entwick­lung, die allerd­ings schon bei der Pla­nung und vor der Real­isierung Berück­sich­ti­gung find­en müsste, bei der Stadt hingewiesen, da dies ja ein generelles Prob­lem ist und zulet­zt wieder im jet­zi­gen Bauge­bi­et am Bruck­weg in Korn­burg bei der Vorstel­lung der Pla­nun­gen zu Tage kam. Mit entsprechen­den Vorschlä­gen sind wir bish­er aber abge­blitzt, d.h die zuständi­gen Stellen bei der Stadt sehen hier keinen Hand­lungs­be­darf.
Auch die von uns mehrfach geforderte ver­stärk­te Kon­trolle von falsch park­enden Pkw und Lkw in Wohn­straßen in unserem Ort­steil wurde stets abgewiesen mit dem Hin­weis auf nicht aus­re­ichende Per­son­alka­paz­itäten.
Wir wer­den den­noch bei unseren näch­sten per­sön­lichen Tre­f­fen mit den zuständi­gen Ref­er­enten der Stadt Nürn­berg erneut auf die falschen Pla­nun­gen hin­weisen und Änderun­gen ein­fordern.
Die let­zte Antwort zum The­ma Kel­tenring vom Verkehrs­pla­nungsamt lautet wie fol­gt:
„Die von Ihnen angeregten zusät­zlichen absoluten Hal­te­ver­bote sind lei­der nicht zuläs­sig. Wie Sie selb­st ange­merkt haben, ist das Parken außer­halb der dafür vorge­se­henen Flächen in einem verkehrs­beruhigten Bere­ich ver­boten. Alle Regelun­gen sind bere­its in der Beschilderung des verkehrs­beruhigten Bere­ichs enthal­ten. Ein absolutes Hal­te­ver­bot wird lediglich dort ange­ord­net, wo die Feuer­wehr den zweit­en Ret­tungsweg mit der Drehleit­er sich­er­stellen muss (Feuer­wehran­fahrt­szone). Außer­dem würde ein absolutes Hal­te­ver­bot im gesamten Bere­ich eine Vielzahl von Ver­stößen provozieren, da das Hal­ten, z.B. zum Be- oder Ent­laden, was in einem Verkehrs­beruhigten Bere­ich auch außer­halb der Park­flächen zuläs­sig ist, damit ver­boten wäre. Das von Ihnen doku­men­tierte Gehweg­parken ist bere­its kraft Gesetz ver­boten; ein Ver­botss­child dazu ist daher im Verkehrsze­ichenkat­a­log nicht vorge­se­hen. Wegen der von Ihnen angeregten stärk­eren Überwachung wurde Ihre E-Mail bere­its vom Zweck­ver­band kom­mu­nale Verkehrsüberwachung an die dafür zuständi­ge Polizei weit­ergeleit­et.“
Da die Polizei bere­its seit län­gerem und seit „Coro­na“ erst recht keine per­son­ellen Möglichkeit­en hat, wird sich hier nichts ändern. Wir appel­lieren an die Ver­ant­wor­tung der Aut­o­fahrer, ihre fehler­haft abgestell­ten Fahrzeuge aus der Spiel­straße zu ent­fer­nen, die Straße den Kindern und Fußgängern zu über­lassen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicher­heit bei Not­fall­ein­sätzen zu leis­ten.

Das Wald­stück an der Stadt­bah­n­trasse zwis­chen Feininger­str. und Am Wiesen­grund hat in den let­zten Jahren unter Borkenkäfer und Trock­en­heit stark gelit­ten.  Die Stürme in den let­zten Wochen haben den geschädigten Bäu­men den Rest gegeben und ließen sie vielfach umstürzen. Wir danken den Eigen­tümern dieses Wald­stück­es für die schnelle Reak­tion. Viele kranke Bäume und vor allem die in gefährlich­er Schräglage, wur­den inzwis­chen gefällt. In der Nähe des Kinder­gartens, Spielplatzes und der Grün­fläche der Stadt­bah­n­trasse ist jet­zt die Sicher­heit für Kinder wieder hergestellt.

Der Gaulnhofer Graben hat­te tat­säch­lich heuer im Feb­ru­ar und März etwas Wass­er. Der von der Stadt geplante Aus­bau zum Hochwasser­schutz, der viele Anlieger zum Grü­beln brachte und finanzielle Sor­gen aufkom­men ließ, ist bekan­ntlich nach unser­er Inter­ven­tion inzwis­chen ad acta gelegt. Er bringt mich den­noch, wegen des über­zo­ge­nen Gebarens, immer wieder zum Schmun­zeln.

Wir grat­ulieren unseren Stadträten Dieter Gold­mann und Andreas Krieglstein zur Wieder­wahl. Bei­de set­zen sich immer wieder zum Wohle der Bürg­er für unsere Ort­steile ein. Wir wün­schen bei­den ein offenes Ohr für unsere Prob­leme und ein glück­lich­es Händ­chen bei der Umset­zung. Außer­dem hof­fen wir, dass wir auch weit­er­hin gemein­same Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen zu rel­e­van­ten The­men, die für uns alle von Inter­esse sind, durch­führen kön­nen.

Unsere Jahre­shauptver­samm­lung (JHV) wer­den wir weit­er nach hin­ten ver­schieben. Sobald ein Licht am Hor­i­zont erscheint, wer­den wir sie neu pla­nen und unseren Mit­gliedern bekan­nt geben.

Die let­zten Exem­plare unseres Bild­ban­des „Die Ent­deck­ung des Nürn­berg­er Südens durch Kün­stler des 17. bis 20. Jahrhun­derts“ sind inzwis­chen verkauft. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Bild­band auf so großes Inter­esse gestoßen sind. Alle Käufer haben damit ein schönes Erin­nerungsstück, in dem mit vie­len Bildern und Beschrei­bun­gen dargelegt wird, welche tollen land­schaftlichen und baulichen Klein­ode es früher in unser­er Region gegeben hat.

Derzeit bere­it­en wir zusam­men mit dem Franken­bund die Errich­tung ein­er Erin­nerungstafel an die „Schlacht bei den Wei­h­ern“ in Pil­len­reuth vor. Dieses Ereig­nis, das den wenig­sten bekan­nt sein dürfte, fand im Jahre 1450 statt. Es gab damals eine offene Feld­schlacht zwis­chen den Trup­pen der Reichsstadt Nürn­berg und denen des Mark­grafen Albrecht Achilles, die mit einem Sieg der Nürn­berg­er endete. Wenn die Tafel ste­ht, wer­den mit einem Bild kurz darüber bericht­en.

Die Hände öff­nen den Baum damit das Auge etwas sehen kann. Wer hat sich hier ver­steckt und will vielle­icht aus dem Baum her­aus? Derzeit ist es bess­er, wieder den Baum zu schließen und drin zu bleiben. Oder wird die Welt nach Coro­na nun bess­er.

Übri­gens: Dieses Kunst­werk find­et man neben einem Fußweg im Wald in Pil­len­reuth (hin­ter der Pfer­dekop­pel rechts ab in Rich­tung Alter Kanal).

Wir wün­schen Ihnen und Ihrer Fam­i­lie, dass Sie von ein­er Ansteck­ung durch das aktuelle Virus ver­schont bleiben.